Kunstinszenierungen

Andrea Simon vor ihren Werken: „Unvollendet/Unfinished“, 2018 (Fotokunst zusammen mit Andreas J. Etter) und „Corps – Informel – Souvenir“, 2019

Stand der Dinge

„aus sich raus“, ein neues multiples Projekt zum Thema Transformation habe ich im Frühjahr 2021 mit Unterstützung eines „Brückenstipendiums“ der Hessischen Kulturstiftung umgesetzt. Gestaltwechsel und neue figurative sowie narrative Formen mit offenem Ende waren hier mein Thema. Inhaltliche Paten waren: Joseph Beuys und seine Kurznotate, Hildegard von Bingen und die Grundsätze der Graswurzelbewegungen. Ein Nachdenken über die merkwürdigen Zeiten in denen wir uns in der Pandemie bewegen. Es entstanden Figuren aus Heu, zusammengenäht, als Fotoinszenierung und eine Video Performance die als Anime weitererzählt wird. Es folgen im Herbst Ausstellungen als Gesamtinstallation.

Videostills: Joachim Hopp. Fotos: Ina Peters, Joachim Hopp, Andrea Simon. Copyrights by Andrea Simon

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OFF BEAT 21

Im Rahmen der von mir und Claudia Pense kuratierten Ausstellungreise zeigen wir #artinthetimeofcorona. Vividness, Reflexion und Perspektive wird sichtbar in der Arbeiten von 12 Stipendiaten der Hessischen Kulturstiftung „Hessen kulturell neu eröffnen“. Hier zeige ich mein umfassendes Bildbandprojekt „TANZKIND“ (mit Achim Reissner) vom 15.-27. Juni im Stadtmuseum Hofheim und meine vielteilige Kleinformat Fotoprintserie „Viriditas 20/21“ (siehe Ansichtsauswahl) vom 28.8.-5.9. im Atelier Bolongaro 97. MEHR

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Zu sehen waren in der Ausstellung „Wirklich?“ 8.9.-26.11.2020 in der Kunstsammlung Landratsamt, Am Kreishaus 1-5, 65719 Hofheim/Ts.: die Fotografische Inszenierung „Unvollendet“ (mit Andreas J. Etter) und die neue Papierinstallation „Unüberwindbar“ die sich mit Friedrich Hölderlin, seiner unerfüllten Liebe zu Susette Gontard, dem eigenen „Im Weg sein“ und seinem Gedicht „Abendphantasie“ auseinandersetzt.

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Zur Taunus Kunst Triennale zeigten 26 Künstler_innen insgesamt 80 aktuelle Arbeiten zum Ausstellungsthema „Blick auf heute“. Meine Videoinstallation „Corner, poetischer Protest“ (Kamera: Joachim Hopp) wurde von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

„Mein Blick auf heute, er geht nach außen und nach innen. Was passiert? Mit uns?
Der Teppich für Bedrohung und Eindringung ist ausgerollt. Stramm marschiert das Öffentliche auf, das Private anzutasten, es zu ent-rüsten. Es kann auch von innen heranschleichen. Als innerer Diktator, dem man niemals genügt.
Von Modediktat und Schönheitswahn bis Fanatismus, staatlicher Gewalt, Machtgier, Kontrolle, Vereinnahmung. Exekutive, gut aus- und aufgerüstete Kräfte haben Zugriff.
Das Private demgegenüber, die Person, ist fragil. Ruht scheinbar wehrlos in einer Wiege guten Willens, gibt sich preis, wird verletzt. Verliert jedoch niemals Würde und Einzigartigkeit. Der individuelle Code bleibt als eine stolze Größe im Gesamten. Jeder fliegende Fetzen trägt die unverwechselbare DNA einer Person und kann ein unberechenbares Agens werden. Wenn das Private und das Öffentliche aufeinanderprallen, dann ist das auch ein poetisches Momentum, mit allen Optionen.
‚Cornern‘ bedeutet u. a. Protest.

Ist Ausdruck von Angstlosigkeit unter Bedrohung. Demonstriert das Private, hat Kraft.
Weltweite Protestbewegungen setzen sich massiven, anonymen verlängerten Armen aus. Bewaffnet, nur mit einer Geste, einer Haltung, einem Gedanken. Mit Hingabe oder Schirm. Menschen halten Stand. Um sie geht es. Ihre Verletzung wandelt sich zur Schönheit einer Blüte … am Boden in einer Ecke.“ (Kommentar: Andrea Simon, aus dem Katalog. )

Darsteller_innen: Andrea Naumann, Christian Golusda, Karin Kinzel, Herta Biersack, Henrika Fennes-Hössl, Moritz Stoll, Maureen Reil, Ina Sperling, Tobias Klonk, Silke Andreutti. Fotos: Joachim Hopp

UA: Nov. 2019, Stadtmuseum Hofheim am Taunus

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4.Februar – 3. Juni 2020: „INS GRÜNE“. Im Rahmen der von mir kuratierten Ausstellung zeige ich zwei neue Papier- und Textinstallationen „Naturkunde“ und „Ein Gleiches“. MEHR zur Ausstellung

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Aussicht auf 2021: Vom 2. Juli 2021 – 1. August 2021 ist die Einzel Ausstellung „Dancing Spirit“, Andrea Simon: Works 2017-2021/ Fotografie, Videos, Objekte, Installationen in der Stadtgalerie 65812 Bad Soden/Badehaus, geplant. Mit Book Release des neuen Tanzfotografiebildbandes: TANZKIND (Simon-Reissner). Mehr Info ab Anfang 2021.

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Seit 2019 Beschäftigung mit dem deutschen Informel, gefolgt von einer Serie performativer und installativer Arbeiten, impulsgesteuert, und ohne definiertes Endformat. Beispiele: Informel bleu/ Soloperformance, 2019, UA 12.5.2019. Corps-Informel/ Performance UA: 29.5.2019 … Corps-Informel-Souvenir/ Objekt Videoinstallation, Mai 2019 … Corps- Informel – Souvenir- Moonalien/ Fotokunstserie mit Joachim Hopp, Mai 2019 … es geht weiter …

Corps Informel“, Performance für 3 Tänzerinnen, Folie, Wolle.

Corps Informel Souvenir/ Objekt- Relikt der Performance, Videoinstallation, 2019. Platziert zwischen raumprägendes Fachwerk als Pforte zum Videocontent des Objektkörpers. Foto: J. Hopp

Corps Informel Souvenir – Development into Moonalien (Auswahl aus der Bildserie)

Corps Informel Souvenir MOONALIEN, 2019
Copyrights aller Fotos dieser Serie: Andrea Simon und Joachim Hopp (Kamera)

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Informel bleu, 2019, Soloperformance für 1 Tänzerin, Autopolierfäden, teils gefärbt. Foto: G. Trenk

Mehr Abbildungen der Performance „Informel bleu“ HIER

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Frühere Kunstinszenierungen als Beispiel: 1998 „Fragmente – Das bist Du“/ großformatiges Bodenpuzzle, flankiert von zwei Videos weiblicher und männlicher Körperausschnitte in Aktion mit einem würfelförmigen Raumausschnitt „Graskubus“. 2000 „Insellabyrinth“/ Bodenpuzzle. 2013 „Raumzerteilung“ Styroporblöcke, variables Spiel.

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Seit 1990 versteht Andrea Simon ihre Tanzkunst als interdisziplinär. In bislang über 60 TANZPLAN Produktionen erarbeitet sie ihre Formate als Choreografin, Regisseurin, Installationskünstlerin, Filmemacherin, Setdesignerin, Ausstatterin, und als Autorin. Mit ihrem Label TanzAjour verwirklicht sie Film- und Cross-over Projekte. Seit 2015 ist ein Schwerpunkt die Bildinszenierung im Rahmen ihrer über 30-jährigen Zusammenarbeit mit dem Fotografen und Videografen Andreas J. Etter. Architekturbezogene Raumbespielungen und Videoinstallationen ergänzen ihr dennoch stets offen bleibendes Portfolio. Zwei große Bildbandveröffentlichungen gehören ebenfalls dazu. Band 1 Band 2 Ein Hörbuch liegt vor, und ein weiterer Bildband ist in Arbeit. Ab 2019 wendet sie sich vor allem installativen und performativen Kunstinszenierungen zu. Vita

Beispiele für die Bildinszenierungen aus den beiden Bildbänden. Fotos: Andreas J. Etter, 2015-2017. All copyrights reserved. Copying prohibited!